Studentenausweis von Elisabeth Braun

Elisabeth Braun, Tochter einer alteingesessenen jüdischen Kaufmannsfamilie, wurde am 24. Juli 1887 in München geboren und gehörte ursprünglich der dortigen israelitischen Kultusgemeinde an. 1920 entschloss sie sich zum Übertritt in die Evangelisch-Lutherische Kirche. Elisabeth Braun machte ein Lehrerinnenexamen und studierte in München. Im Sommer 1941 wurde sie trotz anderweitiger Zusagen in ein Lager zwangsumgesiedelt, deportiert und am 25. November 1941 in Kaunas/Litauen ermordet. In einer Metallbox in der Erde vergraben, überdauerten der Studentenausweis und weitere Lebenszeugnisse die Jahre zwischen 1941 und 1946.

(Text: Patrick Waag, Scan: Ingmar Bucher)

Bewegte Zeiten

Allerlei Beobachtungen! Archivquellen des LAELKB rund um das audiovisuelle Erbe.
Sergei Michailowitsch Eisenstein – und der Umgang mit dem Revolutionsfilm “Panzerkreuzer Potemkin“

“Panzerkreuzer Potemkin“, UdSSR 1925 (Kommentar)

Zwischen den in den Filmprüfstellen Berlin und München getroffenen Zulassungsentscheidungen bestanden beiderseitig unterschiedliche Auffassungen, welche für Streitfälle sorgten (u.a.: „Luther – Ein Film der deutschen Reformation“). Trotz den amtlich getroffenen Entscheidungen dieser Filmprüfstellen, welche dem Reichsinnenministerium unterstanden, untersagten die „Polizeibehörden der einzelnen Länder“ entsprechend der Lage „die polizeiliche Sorge um die Ruhe und Ordnung“, die Vorführung von Filmen.

Signatur: Diakonisches Werk 2144 

(Text und Scan: Ingmar Bucher)                                                                                                   5.11.2020

Bewegte Zeiten

Allerlei Beobachtungen! Archivquellen des LAELKB rund um das audiovisuelle Erbe.
Geschärftes Bewusstsein

“Tonbandpraxis : Das Tonband in der Jugendarbeit“ BR Deutschland [1968] (EMZ-Lehrmittel)

Zum Schutze der Erhaltung von analogen und digitalen Ton-, Film- und Videoaufnahmen, wurde durch die UNESCO der 27. Oktober zum Welttag des audiovisuellen Erbes ausgerufen.

Evangelische Medienzentrale Bayern (EMZ) 1.2.0017 – in Bearbeitung#
(Text und Scan: Ingmar Bucher)                                                                                                                             27.10.2020

Bewegte Zeiten

Allerlei Beobachtungen! Archivquellen des LAELKB rund um das audiovisuelle Erbe.
Evangelische Filmarbeit (VI)

Übersicht über vorführbare Werbe- und Dokumentarfilme aus dem Entstehungszeitraum der Jahre 1920 - 1927

Die Filmmissionare der Evangelischen Bildkammer (Abt. Bayern) führten in ihrem Filmrepertoire Werke verschiedenster Genres vor, unter anderem auch Werbe- und Dokumentarfilme. Somit bereicherten sie mit zusätzlichen Informationen die Aufmerksamkeit und Interessen der Gemeindeglieder.

Signatur: Diakonisches Werk 2208
(Text und Scan: Ingmar Bucher)                                                                                     22.10.2020

Kriminalgeschichte

In sogenannten Armensünderblättern wurden in Form von 4-seitigen Druckschriften Verbrechen und Urteile publiziert. Dies diente natürlich zum einen der Abschreckung und zum anderen der "schauerlichen" Unterhaltung. Die gesammelten Druckschriften im LAELKB umfassen den Zeitraum von 1825 - 1852. Geschildert werden Verbrechen wie Raubmord, Sexualdelikte oder auch die Tötung des eigenen Ehemanns bzw. der Ehefrau.


(Foto: Patrick Waag)  Bibliothek Signatur: 4 4380                           12.10.2020

Bewegte Zeiten

Allerlei Beobachtungen! Archivquellen des LAELKB rund um das audiovisuelle Erbe. Evangelische Filmarbeit (V)

Firmenkorrespondenz 1932

Um auf ihre Dienstleistungen und Erzeugnisse aufmerksam zu machen, bemächtigten sich Unternehmen bereits frühzeitig verschiedenster Marketingstrategien. Die Filmarbeit der Evangelischen Bildkammer (Abt. Bayern) wurde von den Firmen als weitere Verbreitungsplattform wahrgenommen.

Signatur: Diakonisches Werk 2211
(Text und Scan: Ingmar Bucher)              07.10.2020

Drucke aller evangelischen Kirchen im Dekanatsbezirk Hersbruck

Aus dem Pfarrarchiv Schnaittach stammt der Band mit Drucken aller evangelischen Kirchengebäude, die im Sprengel des Dekanats Hersbruck liegen. Der Künstler und damalige langjährige Leiter des Hirtenmuseums Hersbruck Ernst Pflaumer zeichnete die Kirchengebäude für den Herausgeber Dekan Werner Hirsch, der sich auf ein Vorbild aus dem 18. Jahrhundert berief. Versehen mit einer längeren oder kürzeren Beschreibung der Pfarreien und Gebäude erschien im Jahr 1981 die Sammelmappe mit 32 Drucken. Ab sofort ist die Sammelmappe unter der Signatur: Manuskripte 9.5.0002 – 2901 zur Einsicht im Lesesaal des Landeskirchlichen Archivs verfügbar.

Zu sehen ist die Außenansicht der St.-Jakobus-Kirche in Schönberg.


(Text: Annemarie Müller M.A.; Scan: Ingmar Bucher)                       30.9.2020

Stadtverführung

Am vergangenen Wochenende fand das jährliche Großereignis „Stadt(ver)führungen“ in Nürnberg und Fürth statt. Im LAELKB beteiligte sich Daniel Schönwald mit einer Führung unter dem Titel „Eine Evangelische Schatzkiste“. Die über 20 Besucher/-innen konnten einige ausgewählte Zimelien, aber auch Archivalien und Bücher zum diesjährigen Motto „Glücksbringer“ in Augenschein nehmen. Im ersten Augenblick nicht für möglich gehalten, fanden sich hier auch hierzu passende Objekte.

(Text: Dr. Daniel Schönwald)

Sicherer Wegweiser zur Hölle

Wer gerne in die Hölle möchte, sollte sich diesen Wegweiser durchlesen. Geschrieben wurde der Text vom Beelzebub höchst persönlich. Eitelkeit, Hochmut und Faulheit scheinen jedenfalls gute Charaktereigenschaften zu sein, um das Ziel Hölle zu erreichen.

(Foto: Patrick Waag)  Bibliothek Signatur: D2/ Ros 51 -6