Warum die Pfarrersköchin den Pfarrhof anzündete

Am 25. August 1907 zündete die Pfarrersköchin den Pfarrhof in Kirchfarrnbach an, in dem auch einige Bewohner ihre Getreidevorräte lagerten. Das sehr hübsche Mädchen, wie die Presse vermerkte, gab an, es wollte sich an der boshaften Pfarrfrau rächen.

Das im Zeitungsartikel angedeutete Verhältnis zwischen dem Pfarrer und der Köchin wurde vor Gericht weder vom Verteidiger noch Richter thematisiert.
Die Köchin wurde dennoch frei gesprochen. Der Pfarrer berichtet im Nachgang dem Oberkonsistorium erfreut, dass seine „sittliche Verfehlung“ nicht an die Öffentlichkeit gelangt sei und bat um seine Wiedereinsetzung als Pfarrer.

(Foto: Patrick Waag)   Signatur: BKA 2.1.0001 - 9193                              12.11.2019

Zum 25-jährigen Todestag von Wilhelm Schlegtendal

Zur Erinnerung an den Nürnberger Architekten Wilhelm Schlegtendal (1906-1994) zeigen wir im November 2019 ein Foto von dem Gebäude, in dem das Landeskirchliche Archiv von 1955-2013 untergebracht war. Das Gebäude in der Veilhofstraße 28 war als Neubau und Archivzweckbau von Schlegtendal geplant worden.

Besuchen Sie unsere Monatsausstellung November 2019 in der Evangelischen Bank, Nürnberg, Königstr. 56-58

(Foto: Werner Jürgensen; Text: Annemarie Müller M.A.)                    08.11.2019

Reformationstag

Am 31. Oktober gedenkt die evangelische Christenheit des Beginns der Reformationsereignisse, ausgelöst durch Martin Luther. Friedrich Campe veröffentlichte zum 300-jährigen Reformationsjubiläum eine Erinnerungstafel, die Martin Luthers Leben in 8 Schaubildern darstellt.

(Foto: Patrick Waag) Grafiksammlung unverzeichnet                                  31.10.2019

Bewegte Zeiten

Allerlei Beobachtungen! Archivquellen des LAELKB rund um das audiovisuelle Erbe.                                                                                                               

Öffentliche Botschaften

Bildrechte: beim Autor

                   “Nachtwache“,  BR Deutschland 1949 (Filmplakat)

Durch eindrucksvolle Plakatgestaltungen wurden Lauffilme in den Kirchengemeinden beworben. Auch diese Ausdrucksmittel finden sich als cinématographische Zeitzeugen in unserer archivischen Quellenüberlieferung.                     Signatur: Plakatsammlung 9.7.0005 - 512

(Text: Ingmar Bucher)                                                                   22.10.2019

Bewegte Zeiten

Allerlei Beobachtungen! Archivquellen des LAELKB rund um das audiovisuelle Erbe.

Wirkungsvolle Naturaufnahmen

Bildrechte: beim Autor

“Die weiße Hölle vom Piz Palü“,  Deutschland 1929 (Filmprogrammheft, Korrespondenz)

„Durch Schneestürme, Lawinen und Steinschlag" führen unsere Archivquellen zu dem Bergfilmdrama „Die weiße Hölle vom Piz Palü", welches im Oktober 1929 zu seiner Uraufführung gelangte.

Signatur: Diakonisches Werk 2176                                                                                                                                                                                     16.10.2019  

(Bild und Text: Ingmar Bucher)

Meistersang und Reformation

Der Bestattungseintrag im Sebalder Kirchenbuch über Hans Sachs vom 21.02.1576 täuscht in seiner Kürze über die Wirkung und vielfältigen Tätigkeiten des ehemaligen Meistersängers, Spruchdichters, Dramatikers und Schuhmachers hinweg. Hans Sachs wurde 1494 in Nürnberg geboren, studierte in Innsbruck den Meistersang und war Anhänger von Martin Luthers Reformationsgedanken. Sein Gedicht "Die Wittenbergisch Nachtigall" von 1523 ist eine volkstümliche und allegorische Darstellung von Martin Luthers Lehren.

Bildrechte: beim Autor
          
Bildrechte: beim Autor

Quelle: PfA Nürnberg-St. Sebald, 9.5.0001 - 34B, S. 91, Nr. 13

(Text: Florian Munzinger)

Pfarrer, Historiker und Kunstkenner

In der Monatsausstellung Oktober 2019 zeigen wir anlässlich des 250. Todestag von Pfarrer Andreas Würfel das Werk "Diptycha ecclesiarum in oppidis et pagis Norimbergensibus..." und ein Bild seines letzten Wirkungsortes Offenhausen. 

Besuchen Sie unsere Monatsausstellung in der Evangelischen Bank, Nürnberg, Königstr. 56-58

Quelle: LAELKB, Fen. IV 4° 652

Literatur: Matthias Simon, Nürnbergisches Pfarrerbuch, Nürnberg 2018 (Nachdruck der Ausgabe von 1965)

(Text: Annemarie Müller M.A)                                          02.10.2019

Nach eigenen Angaben am 28. Februar 1718 in Nürnberg geboren, schlug Andreas Würfel nach dem Studium in Altdorf die Pfarrerslaufbahn in der Reichsstadt Nürnberg ein. Bekannt wurde er durch seine geschichtlichen Veröffentlichungen über die Reichsstadt Nürnberg, deren Pfarreien und die jüdischen Gemeinden in Nürnberg, Fürth und Umgebung.

Besonders intensiv bearbeitete er die Biographien der Nürnberger Pfarrer seit der Reformation, die er in einem dreibändigen Werk für das gesamte Gebiet der Reichsstadt Nürnberg in den Jahren 1757 - 1759 veröffentlichte. Zu sehen ist der Eintrag über Andreas Würfel selbst, der seit seiner Heirat mit der Stieftochter seines Amtsvorgängers als Pfarrer in Offenhausen (damals Landpflegamt, heute Dekanat Hersbruck) tätig war.

Andreas Würfel starb am 6. Oktober 1769 mit 51 Jahren in Offenhausen. er war seit 1758 Mitglied der Altdorfischen Deutschen Gesellschaft und seit 1762 Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften gewesen.

 

 

 

Bewegte Zeiten

 

Allerlei Beobachtungen! Archivquellen des LAELKB rund um das audiovisuelle Erbe.

Evangelische Filmarbeit (IV)

Amtliche Zulassungskarten über evangelische Filmproduktionen aus der „Filmprüfstelle München“, „Film-Prüfstelle Berlin“.

Zensurkarten enthalten filmografische Angaben und getroffene Entscheidungen zu den einzelnen „Bildstreifen“. Auch die von der Evangelischen Bildkammer des Landesvereins für Innere Mission produzierten und vorgeführten Filme unterlagen der polizei-behördlichen Filmzensur. Quellen aus mehreren Beständen (u.a.: Pfarramt Nürnberg-Sankt Sebald und Bayerisches Dekanat Augsburg) dokumentieren die evangelische Filmarbeit.

Signatur: Diakonisches Werk 2200
(Bild und Text: Ingmar Bucher)                                                                                                                                    26.09.2019

Maroldsweisach

Immer wieder trifft man  auch gerade im ländlichen Raum während der Archivpflegefahrten auf wirklich schöne Kirchen. Das Foto zeigt die Kirche in Maroldsweisach, die 2010 renoviert wurde.

(Foto: Patrick Waag)                                                                             19.09.2019

Luther übersetzt das Neue Testament Patrick.Waag Fr, 09/13/2019 - 09:30

Vor 495 Jahren, am 21. September 1522 erscheint in Wittenberg das von Luther übersetzte Neue Testament. Das sogenannte "Septembertestament" wird in 3000 Exemplaren gedruckt, die schnell vergriffen waren. Daher erschien bereits im Dezember eine weitere Auflage.

Das Newe Testament Deutzsch.
[Übers. v. Martin Luther. Holzschnitte v. Lukas Cranach d.Ä.]
Wittenberg : [Lotter, Melchior d.J., 1522]
Signatur: D2/ Her 1 /2

(Foto: Thilo Liebe)                                              13.09.2019