Graduale aus Nürnberg-Sankt Lorenz

Von dem einst zweibändigen Graduale, einer liturgischen Handschrift mit Gesängen der Messliturgie, aus der Pfarrbibliothek von Sankt Lorenz ist nur noch der zweite Band, das Sanctorale, vorhanden. Laut handschriftlichem Eintrag wurde es 1421 vollendet, geschrieben vom Dominikanermönch Johannes Gredinger. Neben diesem muss noch ein weiterer Schreiber für die Texte mit den Gesichtern beteiligt gewesen sein. Über Vergleiche mit anderen Büchern kann man diese Abschnitte dem Vikar und Schreiber in St. Lorenz Georg Rayl zuordnen. Das Graduale war knapp 90 Jahre lang in Gebrauch, bis es um 1510 vom „Gänsebuch“ abgelöst wurde.

(Foto: Marion Tonke)       Signatur: G2/ NbgStLor 3               01.03.2021

Der große Schnee


(Foto: Patrick Waag)

Im Mai 1802 kam es zumindest in der Region um das mittelfränkischen Bergen zu einem überraschenden Wetterphänomen.
Laut Eintragung im Kirchenbuch fiel vom 15. bis zum 16. Mai Schnee in großen Flocken. Dieser späte Wintereinbruch verursachte schwere Schäden an den Obstbäumen und im Wald.
 

Bewegte Zeiten

Allerlei Beobachtungen! Archivquellen des LAELKB rund um das audiovisuelle Erbe.
Medienumfrage Anno 1984

Erhebungsbogen zur Medienumfrage, 1984

„Zur Arbeit mit audiovisuellen (optisch-akustischen) Medien in unserer Landeskirche“, führte die Evang. Medienzentrale in Bayern im Jahre 1984 eine repräsentative Umfrage durch. Nun wie urteilen Sie heute über eine damalige Aussage: „Video ist kommendes Medium“?

Evangelische Medienzentrale Bayern (EMZ)      Signatur: 1.2.0017 – in Bearbeitung
(Text und Scan: Ingmar Bucher)                                                                                                                             04.02.2021

Sintflut

Gezeigt wird aus dem Buch Genesis die Erzählung von Noah und der Arche.

(Foto: Patrick Waag)  Bibliothek: D2 / Her 2

Wie Phönix aus der Asche

Im Buch „Symbolia Heroica“ beschreibt der französische Schriftsteller Heraldische Symbole und Wappen.

Im folgenden Bild ist der Phönix dargestellt, der am Ende seines Lebenszyklus verbrennt und immer wieder aus seiner Asche neu ersteht.
Etwas das verloren scheint, entsteht so doch wieder im neuen Glanz.

(Fotos: Patrick Waag)  Signatur: LAELKB:  S2/ FenV 12 327   21.01.2021

Bewegte Zeiten

Allerlei Beobachtungen! Archivquellen des LAELKB rund um das audiovisuelle Erbe.

Der eigene Fernsehabend ersetzt…

"Lachen ohne Ende!“, BR Deutschland 1951 (Filmwerbung)

„Das Schwerste, was es gibt, ist komisch zu sein …“. Auch in globalen Krisenzeiten zeigen die Leinwandhelden aus der „Stummfilmzeit“ wie heiteres Lachen noch geht.
Signatur: Evangelische Medienzentrale Bayern (EMZ) 1.2.0017 – in Bearbeitung
(Text und Scan: Ingmar Bucher)    

Studentenausweis von Elisabeth Braun

Elisabeth Braun, Tochter einer alteingesessenen jüdischen Kaufmannsfamilie, wurde am 24. Juli 1887 in München geboren und gehörte ursprünglich der dortigen israelitischen Kultusgemeinde an. 1920 entschloss sie sich zum Übertritt in die Evangelisch-Lutherische Kirche. Elisabeth Braun machte ein Lehrerinnenexamen und studierte in München. Im Sommer 1941 wurde sie trotz anderweitiger Zusagen in ein Lager zwangsumgesiedelt, deportiert und am 25. November 1941 in Kaunas/Litauen ermordet. In einer Metallbox in der Erde vergraben, überdauerten der Studentenausweis und weitere Lebenszeugnisse die Jahre zwischen 1941 und 1946.

(Text: Patrick Waag, Scan: Ingmar Bucher)

Bewegte Zeiten

Allerlei Beobachtungen! Archivquellen des LAELKB rund um das audiovisuelle Erbe.
Sergei Michailowitsch Eisenstein – und der Umgang mit dem Revolutionsfilm “Panzerkreuzer Potemkin“

“Panzerkreuzer Potemkin“, UdSSR 1925 (Kommentar)

Zwischen den in den Filmprüfstellen Berlin und München getroffenen Zulassungsentscheidungen bestanden beiderseitig unterschiedliche Auffassungen, welche für Streitfälle sorgten (u.a.: „Luther – Ein Film der deutschen Reformation“). Trotz den amtlich getroffenen Entscheidungen dieser Filmprüfstellen, welche dem Reichsinnenministerium unterstanden, untersagten die „Polizeibehörden der einzelnen Länder“ entsprechend der Lage „die polizeiliche Sorge um die Ruhe und Ordnung“, die Vorführung von Filmen.

Signatur: Diakonisches Werk 2144 

(Text und Scan: Ingmar Bucher)                                                                                                   5.11.2020